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Ein Drittel der Patienten mit chronisch-entzündlichen Darmerkrankungen entwickelt eine Fettleber
Die nicht-alkoholische Fettleber betrifft fast ein Drittel der Menschen mit chronisch-entzündlichen Darmerkrankungen. Diese Erkrankung, die durch eine abnorme Fettansammlung in den Leberzellen gekennzeichnet ist, stellt eine große Herausforderung für die öffentliche Gesundheit dar, da sie sich zu schweren Komplikationen wie Fibrose, Leberzirrhose oder sogar Leberkrebs entwickeln kann. Männer sind häufiger betroffen als Frauen, was Fragen zum Einfluss des Geschlechts auf die Entstehung dieser Pathologie aufwirft.
Chronisch-entzündliche Darmerkrankungen, zu denen insbesondere Morbus Crohn und Colitis ulcerosa gehören, betreffen weltweit Millionen von Menschen. Diese Erkrankungen, die durch eine anhaltende Entzündung des Verdauungstraktes gekennzeichnet sind, gehen oft mit Symptomen außerhalb des Darms einher, darunter Lebererkrankungen. Unter diesen nimmt die Fettleber eine herausragende Stellung ein.
Die Analyse von 34 Studien, die zwischen 2001 und 2024 durchgeführt wurden, zeigt, dass die Prävalenz der Fettleber bei Patienten mit chronisch-entzündlichen Darmerkrankungen bei 32,3 % liegt. Dieser Anteil variiert je nach Art der Erkrankung: Er beträgt 31,3 % bei Morbus Crohn und 27,1 % bei Colitis ulcerosa. Die Diagnosemethoden beeinflussen diese Zahlen ebenfalls. So ergibt die Verwendung des kontrollierten Dämpfungsparameters, einer nicht-invasiven Technik, eine höhere Prävalenz von geschätzten 36,6 %, während die Leberbiopsie, die als Referenz gilt, aber aufgrund ihres invasiven Charakters seltener eingesetzt wird, eine Prävalenz von 22,8 % liefert.
Die Leberfibrose, eine ernsthafte Komplikation, bei der sich Narbengewebe in der Leber ansammelt, wurde ebenfalls untersucht. Etwa 7,3 % der Patienten mit chronisch-entzündlichen Darmerkrankungen weisen diese Pathologie auf, wobei diese Zahl je nach den verwendeten diagnostischen Kriterien variieren kann. Auch regionale Unterschiede sind bemerkenswert: Europa und Amerika zeigen höhere Prävalenzen als West- und Südostasien, wo die Daten begrenzt sind.
Die Ursachen für den Zusammenhang zwischen Fettleber und chronisch-entzündlichen Darmerkrankungen sind vielfältig. Stoffwechselstörungen wie Insulinresistenz spielen eine Schlüsselrolle, ebenso wie Veränderungen des Darmmikrobioms, die Entzündungen und den Stoffwechsel beeinflussen. Zudem könnten bestimmte Behandlungen, die zur Kontrolle chronisch-entzündlicher Darmerkrankungen eingesetzt werden, die Fettansammlung in der Leber begünstigen.
Die neuen Definitionen der Fettleber, wie die mit einer Stoffwechselstörung verbundene, spiegeln ein besseres Verständnis dieser Erkrankung wider, die nun als hepatische Manifestation des metabolischen Syndroms betrachtet wird. Diese terminologische Entwicklung unterstreicht die Bedeutung eines ganzheitlichen Ansatzes, der genetische, umweltbedingte und lebensstilbezogene Faktoren berücksichtigt.
Die Ergebnisse dieser Analyse zeigen auch, dass die Prävalenz der Fettleber im Laufe der Zeit Schwankungen unterlag, mit einem Höhepunkt zwischen 2016 und 2019. Allerdings kann dieser Trend nicht als tatsächlicher Anstieg der Erkrankung interpretiert werden, da die methodischen Unterschiede zwischen den Studien dies erklären. Die Unterschiede in den diagnostischen Kriterien, den untersuchten Populationen und den Analysemethoden sind größtenteils für diese Schwankungen verantwortlich.
Diese Studie unterstreicht die Bedeutung eines systematischen Screenings auf Fettleber bei Patienten mit chronisch-entzündlichen Darmerkrankungen, insbesondere bei Männern und solchen mit Morbus Crohn. Der Einsatz nicht-invasiver Methoden wie Ultraschall oder kontrollierter Dämpfungsparameter wird empfohlen, um dieses Screening zu erleichtern. Schließlich wird die Notwendigkeit einer internationalen Standardisierung der Definitionen und Diagnoseprotokolle betont, um die Betreuung dieser Patienten zu verbessern.
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Informations et sources
Référence scientifique
DOI : https://doi.org/10.1186/s43066-026-00519-2
Titre : The global prevalence of non-alcoholic fatty liver disease and related terms in adults with inflammatory bowel disease: a systematic review and meta-analysis
Revue : Egyptian Liver Journal
Éditeur : Springer Science and Business Media LLC
Auteurs : Seyed Mohamad Musavi; Ali Afrasiabi