Die unerwünschten Wirkungen von Cannabis und Cannabinoiden zeigen erhebliche psychiatrische und neurologische Risiken

Die unerwünschten Wirkungen von Cannabis und Cannabinoiden zeigen erhebliche psychiatrische und neurologische Risiken

Die unerwünschten Wirkungen von Cannabis und Cannabinoiden zeigen erhebliche psychiatrische und neurologische Risiken

Eine weltweite Analyse der Meldungen über unerwünschte Wirkungen im Zusammenhang mit Cannabis und seinen Derivaten bringt oft unbekannte gesundheitliche Risiken ans Licht. Zwischen 2020 und 2024 wurden in 44 Ländern fast 10.000 Fälle erfasst, die mehr als 27.000 verdächtige Reaktionen betrafen. Diese Daten stammen aus einer internationalen Pharmakovigilanz-Datenbank, die spontane Meldungen über unerwünschte Arzneimittelwirkungen erfasst.

Die betroffenen Personen waren im Durchschnitt 29 Jahre alt, wobei der Großteil Männer waren. Fast 70 % der Fälle waren schwerwiegend, darunter 46 % mit Krankenhausaufenthalten und 29 % mit Todesfällen. Frankreich, Griechenland und die Vereinigten Staaten stechen durch eine hohe Anzahl von Meldungen im Verhältnis zu ihrer Bevölkerung hervor. Cannabis in seiner natürlichen Form, Cannabis sativa, steht an der Spitze der gemeldeten Substanzen, gefolgt von Cannabidiol, einem aus Cannabis extrahierten Molekül, das oft wegen seiner therapeutischen Eigenschaften verwendet wird.

Psychiatrische Störungen machen fast 30 % der gemeldeten unerwünschten Wirkungen aus. Darunter dominieren substanzbezogene Störungen wie Abhängigkeit oder Missbrauch. Störungen des Nervensystems, wie Krampfanfälle, Schwindel oder Bewusstseinsstörungen, liegen mit 17 % der Fälle an zweiter Stelle. Diese Reaktionen sind besonders mit Cannabis sativa und Cannabidiol verbunden. Letzteres, obwohl es oft als sicher wahrgenommen wird, wurde in einigen Fällen, insbesondere bei hohen Dosen, mit epileptischen Anfällen in Verbindung gebracht. Verdauungsstörungen wie Übelkeit oder Erbrechen sowie Herzprobleme, obwohl seltener, ergänzen dieses Bild.

Die Unterschiede zwischen den Ländern lassen sich durch unterschiedliche regulatorische Rahmenbedingungen erklären. In Frankreich, wo Cannabis streng reguliert ist, gibt es viele Meldungen, da ein verstärktes Überwachungssystem für Substanzen mit Suchtpotenzial besteht. In den Vereinigten Staaten hat die schrittweise Legalisierung von Cannabis, sowohl für medizinische als auch für Freizeitzwecke, zu einem Anstieg der Meldungen geführt, insbesondere für Cannabidiol, dessen Markt in den letzten Jahren stark gewachsen ist. In Griechenland, wo medizinisches Cannabis seit 2018 zugelassen ist, beziehen sich die Meldungen hauptsächlich auf Mischungen aus THC und CBD, zwei Wirkstoffen von Cannabis.

Cannabis sativa wirkt hauptsächlich über THC, ein psychoaktives Molekül, das Gehirnregionen beeinflusst, die mit Kognition, Emotionen und Belohnung verbunden sind. Dies erklärt teilweise die beobachteten psychiatrischen Wirkungen wie Suizidgedanken oder Stimmungsstörungen. Cannabidiol hingegen wirkt indirekt auf das Endocannabinoid-System, ein komplexes Netzwerk, das verschiedene physiologische Prozesse reguliert, darunter die neuronale Erregbarkeit. Seine Verwendung, oft aus therapeutischen Gründen, ist nicht frei von Risiken, wie die Meldungen über Krampfanfälle oder die Unwirksamkeit der Behandlung zeigen.

Schwere Fälle, einschließlich Todesfälle, unterstreichen die Bedeutung einer erhöhten Wachsamkeit seitens der Gesundheitsfachkräfte. Die Wirkungen variieren je nach Produkt, Dosierung und Konsumart, sei es medizinisch oder freizeitbedingt. Die Daten zeigen auch zeitliche Schwankungen mit einem Anstieg der Meldungen zwischen 2020 und 2022, was möglicherweise die Entwicklung der Konsumgewohnheiten und der rechtlichen Rahmenbedingungen widerspiegelt.

Diese Analyse bietet einen globalen Überblick über die mit Cannabis und seinen Derivaten verbundenen Risiken und erinnert daran, dass spontane Meldungen keinen formellen Kausalzusammenhang herstellen können. Meldeverzerrungen, Unterschiede in den Pharmakovigilanz-Praktiken und das Fehlen detaillierter Informationen über die Patienten begrenzen die Aussagekraft dieser Ergebnisse. Dennoch bleiben diese Daten wertvoll, um Risiken zu bewerten und klinische Praktiken zu lenken.

Die unerwünschten Wirkungen von Cannabis und Cannabinoiden zeigen erhebliche psychiatrische und neurologische Risiken

Eine weltweite Analyse der Meldungen über unerwünschte Wirkungen im Zusammenhang mit Cannabis und seinen Derivaten bringt oft unbekannte gesundheitliche Risiken ans Licht. Zwischen 2020 und 2024 wurden in 44 Ländern fast 10.000 Fälle erfasst, die mehr als 27.000 verdächtige Reaktionen betrafen. Diese Daten stammen aus einer internationalen Pharmakovigilanz-Datenbank, die spontane Meldungen über unerwünschte Arzneimittelwirkungen erfasst.

Die betroffenen Personen waren im Durchschnitt 29 Jahre alt, wobei der Großteil Männer waren. Fast 70 % der Fälle waren schwerwiegend, darunter 46 % mit Krankenhausaufenthalten und 29 % mit Todesfällen. Frankreich, Griechenland und die Vereinigten Staaten stechen durch eine hohe Anzahl von Meldungen im Verhältnis zu ihrer Bevölkerung hervor. Cannabis in seiner natürlichen Form, Cannabis sativa, steht an der Spitze der gemeldeten Substanzen, gefolgt von Cannabidiol, einem aus Cannabis extrahierten Molekül, das oft wegen seiner therapeutischen Eigenschaften verwendet wird.

Psychiatrische Störungen machen fast 30 % der gemeldeten unerwünschten Wirkungen aus. Darunter dominieren substanzbezogene Störungen wie Abhängigkeit oder Missbrauch. Störungen des Nervensystems, wie Krampfanfälle, Schwindel oder Bewusstseinsstörungen, liegen mit 17 % der Fälle an zweiter Stelle. Diese Reaktionen sind besonders mit Cannabis sativa und Cannabidiol verbunden. Letzteres, obwohl es oft als sicher wahrgenommen wird, wurde in einigen Fällen, insbesondere bei hohen Dosen, mit epileptischen Anfällen in Verbindung gebracht. Verdauungsstörungen wie Übelkeit oder Erbrechen sowie Herzprobleme, obwohl seltener, ergänzen dieses Bild.

Die Unterschiede zwischen den Ländern lassen sich durch unterschiedliche regulatorische Rahmenbedingungen erklären. In Frankreich, wo Cannabis streng reguliert ist, gibt es viele Meldungen, da ein verstärktes Überwachungssystem für Substanzen mit Suchtpotenzial besteht. In den Vereinigten Staaten hat die schrittweise Legalisierung von Cannabis, sowohl für medizinische als auch für Freizeitzwecke, zu einem Anstieg der Meldungen geführt, insbesondere für Cannabidiol, dessen Markt in den letzten Jahren stark gewachsen ist. In Griechenland, wo medizinisches Cannabis seit 2018 zugelassen ist, beziehen sich die Meldungen hauptsächlich auf Mischungen aus THC und CBD, zwei Wirkstoffen von Cannabis.

Cannabis sativa wirkt hauptsächlich über THC, ein psychoaktives Molekül, das Gehirnregionen beeinflusst, die mit Kognition, Emotionen und Belohnung verbunden sind. Dies erklärt teilweise die beobachteten psychiatrischen Wirkungen wie Suizidgedanken oder Stimmungsstörungen. Cannabidiol hingegen wirkt indirekt auf das Endocannabinoid-System, ein komplexes Netzwerk, das verschiedene physiologische Prozesse reguliert, darunter die neuronale Erregbarkeit. Seine Verwendung, oft aus therapeutischen Gründen, ist nicht frei von Risiken, wie die Meldungen über Krampfanfälle oder die Unwirksamkeit der Behandlung zeigen.

Schwere Fälle, einschließlich Todesfälle, unterstreichen die Bedeutung einer erhöhten Wachsamkeit seitens der Gesundheitsfachkräfte. Die Wirkungen variieren je nach Produkt, Dosierung und Konsumart, sei es medizinisch oder freizeitbedingt. Die Daten zeigen auch zeitliche Schwankungen mit einem Anstieg der Meldungen zwischen 2020 und 2022, was möglicherweise die Entwicklung der Konsumgewohnheiten und der rechtlichen Rahmenbedingungen widerspiegelt.

Diese Analyse bietet einen globalen Überblick über die mit Cannabis und seinen Derivaten verbundenen Risiken und erinnert daran, dass spontane Meldungen keinen formellen Kausalzusammenhang herstellen können. Meldeverzerrungen, Unterschiede in den Pharmakovigilanz-Praktiken und das Fehlen detaillierter Informationen über die Patienten begrenzen die Aussagekraft dieser Ergebnisse. Dennoch bleiben diese Daten wertvoll, um Risiken zu bewerten und klinische Praktiken zu lenken.


Informations et sources

Référence scientifique

DOI : https://doi.org/10.1007/s40263-026-01303-x

Titre : Cannabis and Cannabinoid-Related Suspected Adverse Drug Reactions: Global Patterns and Cross-National Analysis Based on VigiBase® Data

Revue : CNS Drugs

Éditeur : Springer Science and Business Media LLC

Auteurs : Pauline Schiro; Mónica Gálvez Pacoricona; Adèle Le Guilloux; Amélia Déguilhem; Sonia Merad; Emilie Bouquet; Marine Auffret; Joëlle Micallef; Maryse Lapeyre-Mestre; Emilie Jouanjus

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