{"id":45,"date":"2026-04-15T17:04:43","date_gmt":"2026-04-15T15:04:43","guid":{"rendered":"https:\/\/internationalsciencereview.com\/de\/2026\/04\/15\/fuehren-substanzinduzierte-psychosen-zu-aehnlichen-kognitiven-beeintraechtigungen-wie-schizophrenie\/"},"modified":"2026-04-15T17:06:45","modified_gmt":"2026-04-15T15:06:45","slug":"fuehren-substanzinduzierte-psychosen-zu-aehnlichen-kognitiven-beeintraechtigungen-wie-schizophrenie","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/internationalsciencereview.com\/de\/2026\/04\/15\/fuehren-substanzinduzierte-psychosen-zu-aehnlichen-kognitiven-beeintraechtigungen-wie-schizophrenie\/","title":{"rendered":"F\u00fchren substanzinduzierte Psychosen zu \u00e4hnlichen kognitiven Beeintr\u00e4chtigungen wie Schizophrenie?"},"content":{"rendered":"<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/internationalsciencereview.com\/\/de\/wp-content\/uploads\/shared\/lucky-charm-1418125_1280.jpg\" alt=\"F\u00fchren substanzinduzierte Psychosen zu \u00e4hnlichen kognitiven Beeintr\u00e4chtigungen wie Schizophrenie?\" class=\"featured-image\" \/><\/p>\n<h1>F\u00fchren substanzinduzierte Psychosen zu \u00e4hnlichen kognitiven Beeintr\u00e4chtigungen wie Schizophrenie?<\/h1>\n<p>Weltweit haben im Jahr 2021 \u00fcber 296 Millionen Menschen Drogen konsumiert, was einem Anstieg von 23 % innerhalb von zehn Jahren entspricht. Unter ihnen entwickelt eine wachsende Zahl psychotische St\u00f6rungen, die direkt mit diesem Konsum zusammenh\u00e4ngen. Diese Psychosen, oft durch Cannabis, Amphetamine oder den Missbrauch mehrerer Substanzen ausgel\u00f6st, werfen eine entscheidende Frage auf: Sind ihre Auswirkungen auf die intellektuellen F\u00e4higkeiten mit denen vergleichbar, die bei Schizophrenie beobachtet werden?<\/p>\n<p>Eine eingehende Analyse von 18 Studien mit 1.092 Patienten zeigt, dass die kognitiven Beeintr\u00e4chtigungen bei Personen mit substanzinduzierten Psychosen insgesamt denen von Schizophrenie-Patienten \u00e4hneln. Beide Gruppen weisen vergleichbare Schwierigkeiten in den Bereichen Ged\u00e4chtnis, Aufmerksamkeit, psychomotorische Geschwindigkeit und intellektuelle Leistungsf\u00e4higkeit auf. Nur die exekutiven Funktionen, die Planung, Organisation und Regulierung von Handlungen erm\u00f6glichen, zeigen einen leichten Unterschied. Menschen mit substanzinduzierten Psychosen scheinen in diesem Bereich tats\u00e4chlich etwas weniger betroffen zu sein als solche, die an Schizophrenie leiden.<\/p>\n<p>Diese Ergebnisse unterstreichen die Schwere der Folgen des Substanzkonsums f\u00fcr das Gehirn. Substanzinduzierte Psychosen sind keine harmlosen Episoden: Sie k\u00f6nnen zu anhaltenden kognitiven St\u00f6rungen f\u00fchren, die mit denen einer schweren psychiatrischen Erkrankung wie Schizophrenie vergleichbar sind. Diese \u00c4hnlichkeit l\u00e4sst sich teilweise durch gemeinsame zerebrale Ver\u00e4nderungen erkl\u00e4ren, die bei beiden Patientengruppen beobachtet werden.<\/p>\n<p>Die Unterscheidung zwischen diesen beiden St\u00f6rungen bleibt eine Herausforderung f\u00fcr Gesundheitsfachkr\u00e4fte. Eine falsche Identifizierung kann zu unangemessenen Behandlungen f\u00fchren, wie etwa der langfristigen Verordnung von Antipsychotika f\u00fcr Patienten, deren Psychose auf Substanzkonsum zur\u00fcckzuf\u00fchren ist. Umgekehrt k\u00f6nnte eine gezielte Behandlung, die auf den Entzug und eine schrittweise Reduzierung der Medikamente abzielt, f\u00fcr diese Patienten besser geeignet sein.<\/p>\n<p>Diese Studie unterstreicht die Dringlichkeit, substanzinduzierte Psychosen besser zu verstehen und zu behandeln. Sie erinnert auch daran, dass der Drogenkonsum \u2013 selbst gelegentlich \u2013 schwerwiegende und langfristige Auswirkungen auf das Gehirn haben kann.<\/p>\n<hr>\n<h2>Informations et sources<\/h2>\n<h3>R\u00e9f\u00e9rence scientifique<\/h3>\n<p><strong>DOI\u00a0:<\/strong> <a href=\"https:\/\/doi.org\/10.1007\/s11065-025-09687-1\" target=\"_blank\">https:\/\/doi.org\/10.1007\/s11065-025-09687-1<\/a><\/p>\n<p><strong>Titre\u00a0:<\/strong> Substance-induced Psychotic Disorders Cause Convergent Cognitive Impairment to Schizophrenia Spectrum Disorders: A meta-analysis of Comparative Studies<\/p>\n<p><strong>Revue : <\/strong> Neuropsychology Review<\/p>\n<p><strong>\u00c9diteur : <\/strong> Springer Science and Business Media LLC<\/p>\n<p><strong>Auteurs : <\/strong> Irena Semancikova; Filip Dechterenko; Pooja Patel; Ondrej Bezdicek<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>F\u00fchren substanzinduzierte Psychosen zu \u00e4hnlichen kognitiven Beeintr\u00e4chtigungen wie Schizophrenie? Weltweit haben im Jahr 2021 \u00fcber 296 Millionen Menschen Drogen konsumiert, was einem Anstieg von 23 % innerhalb von zehn Jahren entspricht. Unter ihnen entwickelt eine wachsende Zahl psychotische St\u00f6rungen, die direkt mit diesem Konsum zusammenh\u00e4ngen. 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