Kann Magnesium Migräne wirksam reduzieren?

Kann Magnesium Migräne wirksam reduzieren?

Migräne betrifft etwa eine von sieben Personen weltweit, wobei Frauen häufiger betroffen sind. Diese intensiven Kopfschmerzanfälle, oft begleitet von Übelkeit und erhöhter Empfindlichkeit gegenüber Licht oder Lärm, beeinträchtigen die Lebensqualität erheblich. Angesichts der Grenzen klassischer medikamentöser Behandlungen, die erhebliche Nebenwirkungen verursachen oder schlecht verträglich sein können, stoßen nicht-pharmakologische Ansätze auf wachsendes Interesse.

Magnesium, ein essenzielles Mineral für das reibungslose Funktionieren des Nervensystems, spielt eine Schlüsselrolle bei der Regulierung der neuronalen Aktivität. Es wirkt insbesondere durch die Blockade der NMDA-Rezeptoren, die an der Schmerzweiterleitung und dem Phänomen der kortikalen Spreizdepression beteiligt sind, einem Prozess, der mit Migräne mit Aura in Verbindung steht. Ein Magnesiummangel kann daher das Auftreten von Anfällen begünstigen, indem er die Erregbarkeit der Neuronen erhöht.

Mehrere klinische Studien haben die Wirksamkeit von oralem Magnesium bei der Vorbeugung von Migräne untersucht. Die Ergebnisse zeigen, dass bestimmte Magnesiumformen wie Citrat oder Oxid die Häufigkeit und Intensität der Anfälle bei täglichen Dosen von 500 bis 600 mg signifikant reduzieren. Eine Studie ergab beispielsweise, dass die Einnahme von Magnesiumcitrat die monatliche Anzahl der Migräneanfälle stärker verringerte als ein Placebo. Eine weitere Untersuchung bestätigte, dass Magnesiumoxid genauso wirksam war wie Natriumvalproat, ein häufig verschriebenes Medikament, jedoch mit weniger schweren Nebenwirkungen.

Allerdings sind nicht alle Magnesiumarten gleich wirksam. Einige Formulierungen, wie Magnesiumaspartat, zeigten keinen größeren Nutzen als ein Placebo, was die Bedeutung der Wahl einer gut vom Körper absorbierbaren Form unterstreicht. Die häufigsten Nebenwirkungen bleiben Verdauungsbeschwerden wie Durchfall oder Magenverstimmungen, die in der Regel leicht und vorübergehend sind.

Diese Beobachtungen deuten darauf hin, dass Magnesium, insbesondere in Form von Citrat oder Oxid, eine vielversprechende Option zur Vorbeugung von Migräne darstellt – allein oder in Kombination mit anderen Behandlungen. Seine Anwendung könnte besonders für Personen nützlich sein, die klassische Medikamente nicht vertragen oder nach einer natürlichen Alternative suchen. Allerdings hängt seine Wirksamkeit von der Dosis, der verwendeten Form und der Regelmäßigkeit der Einnahme ab, was eine individuelle Betreuung erfordert.


Informations et sources

Référence scientifique

DOI : https://doi.org/10.1186/s41983-026-01150-z

Titre : Efficacy of magnesium supplementation in the prophylaxis of migraine: a systematic review of clinical trials comparing oral magnesium to placebo or standard care

Revue : The Egyptian Journal of Neurology, Psychiatry and Neurosurgery

Éditeur : Springer Science and Business Media LLC

Auteurs : Habiblah Jagunmolu; Emmanuel Oyetola; Yusuff Lawal; Samuel Oyelude; Oluwatomisin Ogunsola; Abdulmujeeb Oladeji; Salahudeen Ogundipe; Mukhtar Ibrahim; Dhikrat Ajibade; Oluwadamilola Ariyo; Kamil Ajagbe

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